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Drei Fragen an...

…Dr. Henri Rajbenbach,
Forschungsprogramm-Beauftragter bei der Europäischen Kommission in Brüssel und Plenarsprecher des LOPEC Kongresses

Auf dem LOPEC Kongress sprechen Sie über das Ökodesign von flexibler und gedruckter Elektronik. Welche Rolle spielt das Thema im EU-Forschungsprogramm?

Unsere letzte Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen zu flexibler und gedruckter Elektronik hat Ökodesign in den Mittelpunkt gestellt. Das war neu, aber wurde von den Stakeholdern gut verstanden. Für eine Technologie, die vor nicht allzu langer Zeit noch als „Plastikelektronik“ bezeichnet wurde, war das zugegebenermaßen eine Herausforderung! Wir wurden mit hochwertigen Vorschlägen überschüttet, die alle Aspekte des Ökodesigns betrafen. Natürlich ging es nicht darum, das gesamte Spektrum von den Rohstoffen bis hin zum Produktrecycling unter Ökodesign-Prinzipien zu betrachten. Entscheidend war vielmehr, den spezifischen Beitrag zu einigen der Grundsätze zu quantifizieren, um Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit möglich zu machen und einen Beitrag zum europäischen Green Deal zu leisten.

Welche Forschungsvorhaben fördert die EU aktuell auf dem Gebiet der flexiblen und gedruckten Elektronik?

Die Europäische Kommission hat seit 2014 viele Forschungsprojekte finanziert. Von den anfänglichen Treibern Beleuchtung und Photovoltaik hat sich das Portfolio weiterentwickelt und wurde durch viele Projekte zur Sensorik, zu tragbaren und medizinischen Geräten bereichert. Derzeit laufen mehr als zehn Projekte. Aber es geht nicht nur um Forschung. Der Zugang zu Technologien der flexiblen und gedruckten Elektronik ist ein wichtiges Anliegen besonders auch für kleine und mittlere Unternehmen. Das wurde durch einige spezifische Projekte abgedeckt.

Was erwarten und erhoffen Sie sich von der LOPEC?

Ich habe bereits einige LOPECs besucht. Jedes Mal war ich beeindruckt von der Qualität der Konferenzen und dem Inhalt der Fachmesse, von den Fertigungsanlagen bis hin zu intelligenten integrierten Komponenten. Ich hoffe, dass wir dieses Jahr die Gelegenheit haben werden, unser Wissen zu erweitern, uns wieder persönlich zu treffen und den Weg zu ebnen für eine grüne europäische Erfolgsgeschichte der flexiblen und gedruckten Elektronik.

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