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Drei Fragen an...

…Prof. Dr. Luisa Torsi,
Chemieprofessorin an der Universität Bari (Italien) und Plenarsprecherin des LOPEC Kongresses

Sie entwickeln neue Materialien für elektronische Anwendungen. Worin besteht die besondere Herausforderung bei der gedruckten Elektronik?

Eine der größten Schwierigkeiten ist die Kontrollierbarkeit der abgeschiedenen Schichten. Sowohl die einheitliche Schichtdicke als auch die morphologische Konsistenz, also die strukturelle Beschaffenheit der Schicht, sind Herausforderungen. Das wirkt sich grundsätzlich auf die Materialeigenschaften und eventuell auf die Leistung sowie die Reproduzierbarkeit der Bauteile aus. Diese Probleme sind noch ausgeprägter, wenn eine gedruckte Bioschicht in ein bioelektronisches Gerät integriert werden soll.

Welche Innovationen aus der Materialforschung können wir in naher Zukunft für gedruckte Elektronik erwarten?

Experten sind sich einig, dass der nächste große Schritt in der gedruckten Elektronik den Bereich der Biosensoren und bioelektronischen Sensoren betrifft. Es gibt hier schon interessante Entwicklungen, aber es fehlt noch immer ein überzeugend reproduzierbares und zuverlässiges Gerät. Der Innovationsschub, den gedruckte bioelektronische Sensoren in Bereichen wie dem Point-of-Care-Screening auslösen können, ist nicht zu unterschätzen.

Was erwarten und erhoffen Sie sich von der LOPEC?

So wie es in der Vergangenheit war, schätze ich die LOPEC als einzigartiges Forum, auf dem sich Akademie und Industrie treffen und hochkarätige Wissenschaftler sowie Technologen ihre neuesten Entwicklungen vorstellen. Nach zwei Jahren Pandemie wird es sehr schön sein, die Kollegen wiederzusehen.

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