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LOPEC Talk: Web Seminar im Rahmen der electronica virtual

In der aktuellen Situation spielt der digitale Austausch eine immer wichtigere Rolle. Mit der Web Seminar-Reihe LOPEC Talk bietet die LOPEC als führende Fachmesse und wichtigster Kongress für gedruckte Elektronik eine ganzjährige Networking Plattform für Aussteller und Besucher. Mit über 170 Teilnehmern fand die letzte Ausgabe am 11. November erfolgreich im Rahmen der electronica virtual statt. Zum Thema Printed Electronics: Future Trends of Mobility präsentierten Experten im Web Seminar neue Lösungen und Anwendungen. Im nachfolgenden finden Sie hier eine Zusammenfassung der Vorträge:

Printed Electronics: Future Trends of Mobility

Im digitalen Printed Electronics Forum by LOPEC & OE-A der electronica virtual stellten Experten Anwendungen flexibler, organischer und gedruckter Elektronik in der Automobilindustrie vor. Zu den Schwerpunkten des Web Seminars LOPEC Talk, moderiert von Jan Krausmann (OE-A), zählten innovative Human-Machine-Interface (HMI) Oberflächen mit integrierten Touchsensoren und großflächige, gebogene Displays für den Fahrzeuginnenraum für Morgen. Zudem wurden neue Anwendungen gedruckter Elektronik für das Batterie-Management in Elektrofahrzeugen vorgestellt.

Innovative HMI Oberflächen mit integrierten Sensoren für den Fahrzeuginnenraum

Dr. Wolfgang Clemens (PolyIC GmbH & Co. KG) ging auf die zunehmende Bedeutung von HMIs und Touchsensoren im Automotive Bereich ein. Dort sei der Trend zu erkennen, dass Oberflächen im Auto, wie Armaturenbretter oder Seitenpanele künftig mit Zusatzfunktionen ausgestattet werden, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Erst durch Berührung leuchten diese auf und lassen sich vom Nutzer bedienen.

„Beim Fahrzeuginnenraum sehen wir großes Entwicklungspotenzial. Wir sprechen hier von maßgeschneiderten Sensoren und HMI-Lösungen, von einfach bis komplex und für jede Anwendung geeignet“
– Dr. Wolfgang Clemens (PolyIC GmbH & Co. KG)

Der Einsatz von gedruckter Elektronik ermöglicht die Umsetzung vollkommen neuer Designansätze und eine nahtlose Integration in den Innenraum und deren Ausstattung mit Funktionen. Als aktuelles Beispiel nannte Clemens das Modell id3 von VW. Dieses verfügt über nahezu keine mechanischen Schalter mehr, sondern ist fast ausschließlich mit Touchscreens und kapazitiven Systemen ausgestattet.

Mit OLCD zu intelligenten, gekrümmten Oberflächen im gesamten Fahrzeuginnenraum

Chuck Milligan (FlexEnable) skizzierte die künftige Entwicklung der Mobilität generell und was dies wiederum für Displays im Automotive Bereich bedeutet. Für Milligan ist klar: Vollständig autonome Fahrzeuge und nachhaltige Automobile sind keine Träumereien, sondern unaufhaltsame Trends, die in Zukunft umgesetzt werden. In diesem Zuge sieht Milligan eine Verschiebung des Fokus‘ der Automobilhersteller: „Die Innenausstattung und die Raumnutzung des Fahrzeugs überholen das Fahrzeugdesign.“ Entsprechend wird zukünftig die Nachfrage nach gebogenen Displays deutlich steigen. Milligan zitiert eine Studie von Global Market Insights (März 2019), die den Einfluss dieser Entwicklung auf den Display Markt verdeutlicht: lag der globale Markt für Displays im Automobilbereich im Jahr 2018 noch bei 15 Mrd. US-Dollar, so sei davon auszugehen, dass sich dieser bis 2025 auf 30 Mrd. US-Dollar verdoppelt. Und das, obwohl der Absatz von Fahrzeugen in der gleichen Zeit nur um 25% steigen soll. Wie kommt also der Anstieg bei den Displays zustande? Zum einen die Größe und zum anderen die Vielzahl der Displays pro Fahrzeug seien auschlaggebend für das Wachstum im Display-Markt. Milligan betont:

„Unter anderem werden Armaturenbretter zu großflächigen und geschwungenen Displays und Bedienelementen, die entsprechend integriert werden müssen. Gedruckte Elektronik sorgt dafür, dass wir auf Knöpfe, Schalter und andere Mechanik verzichten können.“
– Chuck Milligan (FlexEnable)


Besseres Batterie-Management dank gedruckter Elektronik

In seinem Vortrag stellte Thierry Goniva (IEE) Lösungen für das Batterie Management bei Elektrofahrzeugen vor. Batteriezellen sind in Einheiten (Packs) montiert und erfordern daher die Erfassung und Überwachung der Zellen. Für dieses Batterie-Management stehen dank gedruckter Elektronik inzwischen dünne, flexible sowie maßgeschneiderte Anwendungen zur Verfügung, wie beispielsweise Spannungssensoren, Temperatursensoren und Batterie-Heizfolien. Im Vergleich dazu würden andere Technologien bestimmte Bereiche in der Batterie nicht erreichen und somit nicht die gewünschten Datenerhebungen erbringen. In diesem Zusammenhang betonte Goniva:

„Batterie-Management wird im Zuge der Elektromobilität immer wichtiger. Gedruckte Elektronik besitzt gegenüber konventioneller Elektronik wesentliche Vorteile für den Kunden. Hierzu zählen neben einer einfachen Integration in Systeme auch die Gestaltungsfreiheit, die Möglichkeit, mehrere Funktionen zu integrieren sowie eine erhöhte Zuverlässigkeit.“
– Thierry Goniva (IEE)

Sie möchten das Web Seminar in voller Länge verfolgen? Die Aufzeichnung stellen wir auf der Website zur Verfügung - gleich rein schauen!

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