Von aufklappbaren Displays bis zu intelligenten Wearables
Ob Smartphones, Wearables oder Fernseher: Auch in der Unterhaltungselektronik verändert gedruckte Elektronik Erscheinungsbild und Funktionalitäten von Lösungen und Produkten – zum Beispiel in Form flexibler Displays und Mensch-Maschine-Schnittstellen wie Bedienfelder mit Touch-Funktion.
Bereits Standard sind hier unter anderem OLED-Displays. Sie werden sowohl in Smartphones und Tablets als auch für TV-Bildschirme eingesetzt. Dank höherem Kontrast und besserer Farbbrillanz ermöglichen sie eine ganz neue Bildqualität und verbrauchen weniger Energie. Und Fernseher mit gebogenem Bildschirm, die ein völlig anderes Seherlebnis bieten, sind bereits erhältlich.
Geräte mit aufklappbarem Display sind bereits auf dem Markt. Dadurch ist die Displaygröße nicht mehr von Geräteabmessungen begrenzt, was das bisherige Spannungsfeld zwischen Kompaktheit und Nutzererlebnis deutlich entschärft.
Eine weitere Anwendung gedruckter Elektronik bilden elektrophoretische Displays. Sie zeichnen sich durch einen besonders niedrigen Stromverbrauch bei gleichzeitig hoher Tageslichttauglichkeit aus. Häufige Anwendungsbereiche sind E-Reader sowie Smart Labels, z.B. intelligente Preisschilder. Smart Labels können jederzeit als Display für wichtige Mitteilungen und Nachrichten dienen, z.B. als digitaler Fahrplan im öffentlichen Verkehr.
Immer mehr spektakuläre Lösungen zeigen sich bei Wearables – Kleidungsstücke und Accessoires mit integrierter elektronischer Funktionalität. Hierzu zählen zum Beispiel spezielle T-Shirts, die beim Sport den Puls messen. Smart Watches und Fitness-Tracker erfassen darüber hinaus noch zahlreiche weitere Körperdaten – und sind dank flexiblem OLED-Display sogar jederzeit als Mini-Fernseher einsetzbar.
Einen weiteren großen Wandel haben Waschmaschinen und Kühlschränken vollzogen. Hier sorgen ultradünne berührungsempfindliche Touch-Sensoren und Displays dafür, dass die immer intelligenteren Funktionen und Fähigkeiten dieser und weiterer Haushaltsgeräte komfortabel und übersichtlich nutzbar sind.
Wenn Schalter Geschichte werden: Gedruckte Elektronik im Segment Weiße Ware
Auch Haushaltsgeräte profitieren von den Möglichkeiten gedruckter Elektronik – zum Beispiel in Form spannend designter Bedienelemente, bei denen Bauteil und elektronische Funktionalitäten aus einem Guss sind.
Wie beim Automobil, verschwinden auch auf Haushaltsgeräten wie Wasch- und Spülmaschinen Taster und Schalter mehr und mehr. Stattdessen ermöglichen direkt bei der Produktion des jeweiligen Kunststoff-Bauteils integrierte Folien mit gedruckten Sensoren ein Bedienen durch bloßes Berühren via Touchscreen. Dank dieser Fertigung im so genannten In-mold-Verfahren sind auch geschwungene oder besonders geformte Geometrien kein Problem mehr und landesspezifische Varianten lassen sich schnell und einfach herstellen.
Optisch präsentiert sich das Bedienerfeld damit als durchgehend plane Fläche, die so noch mehr als Designelement wirkt. Darüber hinaus steht die integrierte Herstellung von Bauteil und Bedienerfunktionalitäten auch für eine überdurchschnittlich hohe Haltbarkeit und Stabilität. Unternehmen profitieren zudem von vergleichsweise niedrigen Produktionskosten.
Für weitere Produktdifferenzierungen bieten sich tageszeitenspezifische oder nach persönlicher Stimmung wählbare Anmutungen, Farben und Beleuchtungszustände von Bedienelementen und Touchscreens an, die sich jeweils durch bestimmte Bewegungen oder Gesten verändern lassen.
Noch mehr Akzente setzen Frontbauteile, bei welchen die Bedienerfunktionalitäten erst auf Fingertipp sichtbar werden. Dieser aktiviert eine integrierte Beleuchtung, während das Gerät ansonsten als optisch einheitlicher Monolith wirkt.