Drei Fragen an Dr. Klaus Hecker: Branche blickt zuversichtlich auf die LOPEC
12. Februar 2026
- Wachstum trotz Unsicherheiten
- LOPEC als internationales Leitevent
- Health, Mobility und Consumer Electronics als Treiber
Kurz vor der LOPEC, die vom 24. bis 26. Februar in München stattfindet, bleibt die Stimmung in der Branche der gedruckten Elektronik positiv. Im Interview gibt Dr. Klaus Hecker, Geschäftsführer der OE-A, einen Ausblick auf Trends wie flexible Elektronik, nachhaltige Produktion und zukünftige Marktchancen. Auf der LOPEC 2026 stellt er in seinem Vortrag „Flexible and Printed Electronics – The New Roadmap“ die neue OE-A Roadmap vor.
Wie ist die Stimmung in der Branche kurz vor der LOPEC?
Die Stimmung unter den OE-A Mitgliedsunternehmen ist weiterhin gut, die gedruckte Elektronik wächst deutlich – auch wenn globale politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen wie geopolitische Konflikte, neue Handelshürden oder Strukturveränderungen in der Automobilindustrie die langfristige Planung erschweren. Dennoch blicken die Unternehmen optimistisch auf das kommende Jahr: Die Branche zeigt eine Mischung aus Realismus und Zuversicht.
Die Ergebnisse der aktuellen Geschäftsklima-Umfrage der OE-A zeigen, dass die Unternehmen trotz Unsicherheiten ihre strategische Ausrichtung nicht ausbremsen. Investitionen werden gezielt angestoßen, insbesondere in Produktionskapazitäten und neue Technologien. Außerdem werden verstärkt Mitarbeiter eingestellt. Das zeigt, dass die Nachfrage und das Vertrauen in die langfristige Relevanz und Wettbewerbsfähigkeit gedruckter Elektronik hoch sind.
Die LOPEC spiegelt dieses Stimmungsbild wider, und wir freuen uns auf rund 160 Aussteller aus der gesamten Wertschöpfungskette.
Was sind Ihre persönlichen Highlights sind auf der LOPEC?
Die LOPEC ist das führende, internationale Schaufenster für unsere Industrie. Hier begegnen sich Startups, die frische Impulse geben, etablierte Unternehmen, die zeigen, wie gedruckte Elektronik industriell skaliert wird, mit Anwendern aus aller Welt. Besonders hervorheben möchte ich unseren OE-A Stand mit den Projekten der OE-A Competition 2026 – darunter neue Ideen im Bereich Health und kreative Designlösungen für den Fahrzeuginnenraum.
Gleichzeitig nehmen wir auf der LOPEC kontinuierlich neue Themen auf. Der Roundtable zum Thema Defense und Aerospace am Mittwoch, den 25.2. im LOPEC Forum adressiert die steigende Nachfrage nach robusten, leichten und flexiblen Elektroniklösungen für sicherheitskritische Anwendungen. Und im Innovation Showcase zeigen wir besonders visionäre Ansätze und Prototypen der gedruckten Elektronik von Unternehmen wie unter anderem Epishine and Heraeus Epurio.
Darüber hinaus empfehle ich auch die LOPEC Konferenz. Gemeinsam mit dem internationalen Conference Board haben wir wieder ein umfangreiches Programm mit zahlreichen Highlights aus Industrie, Technologie und Forschung zusammengestellt. Besonders hervorheben möchte ich dabei die Plenarvorträge und Application Sessions zu Mobility und Smart Living.
In der Messe spiegelt sich die Vielfalt der Branche deutlich wider. Wir sehen Materialinnovationen unter anderem von Henkel, tesa und Heraeus, neue Anlagen von INO und IO Tech sowie Produktlösungen wie Displays und Systeme von E Ink oder Medizintechnikanwendungen von IEE. Dieser Mix zeigt eindrucksvoll, wie breit die Industrie inzwischen aufgestellt ist.
Wir freuen uns, die neueste Ausgabe der OE-A Roadmap auf der LOPEC vorzustellen. Mein Vortrag dazu findet am 25. Februar um 08:30Uhr im LOPEC Forum – das für alle Besucher der Messe und Konferenz zugänglich ist – statt. Damit sind sie schon vor der Eröffnung der Ausstellung bestens informiert über neueste Entwicklungen und Zukunftschancen der gedruckten Elektronik in den wichtigsten Zielmärkten.
Wie sehen Sie die Entwicklung der Branche, aktuell und langfristig?
Positiv. Heute befindet sich die gedruckte Elektronik in einer Phase, in der sich Stabilität und Wachstum über die verschiedenen Märkte hinweg gut ausbalancieren. Und auch langfristig blickt die Branche optimistisch auf ihre Entwicklung.
Im Gesundheitswesen sehen wir weitere Produkte, die zunehmend in stärker regulierte medizinische Bereiche vordringen – etwa Biosensoren zur Überwachung von Vitalfunktionen. In der Unterhaltungselektronik treiben größere, falt- und rollbare OLED-Displays die technologische Entwicklung weiter voran; zugleich entstehen neue Anwendungen wie gebogene Bedienoberflächen, die insbesondere im Fahrzeuginnenraum stark an Beliebtheit gewinnen.
Für den Bereich Mobility beobachten wir einen klaren Trend hin zu integrierten, leichten und flexiblen elektronischen Lösungen: von Sensorik über OLED-Beleuchtung bis hin zu gedruckten Antennen und Sitzheizungen. Diese Entwicklungen betreffen zunehmend auch sicherheitsrelevante Sektoren wie Luft- und Raumfahrt.
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